Militärische Kennzeichen
Autokauf© m.schuckart / Fotolia.com

Wie sehen militärische Kennzeichen aus?

Militärische Kennzeichen sehen in mancherlei Hinsicht anders aus als gewöhnliche Kfz-Nummernschilder. Dabei wird nicht nur eine andere Schrift verwendet, sondern auch die deutsche Flagge. Die Nummerierung weist keine Systematik auf.

Unter einem Kfz-Kennzeichen versteht man die von der zuständigen Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle amtliche Kennzeichnung von Fahrzeugen. Ein normales Kennzeichen besteht aus dem Unterscheidungszeichen von einem oder mehreren Buchstaben, an denen man den jeweiligen Verwaltungsbezirk ablesen kann, und der Erkennungsnummer als Kombination aus Buchstaben und Ziffern. Militärische Kennzeichen in Deutschland dagegen tragen lediglich den Buchstaben Y und eine Erkennungsnummer für die Kennzeichnung von Fahrzeugen der Bundesorgane. Im Unterschied zu herkömmlichen Kfz-Kennzeichen werden die militärischen nicht in der neuen FE-Schrift (fälschungserschwerende Schrift), sondern immer noch in der DIN-Schrift ausgestellt.

Weitere Besonderheiten militärischer Kennzeichen

Militärische Kennzeichen enthalten neben der Erkennungsnummer und dem Buchstaben Y auch noch die deutsche Flagge in der linken Ecke. Der auffällige Buchstabe wurde festgelegt, da alle passenden Kennzeichnungen wie beispielsweise BW zum Gründungszeitpunkt der Bundeswehr im Jahre 1955 bereits vergeben waren. Schließlich besitzen alle Kennzeichen der Bundeswehr noch einen nicht reflektierenden Stempel der militärischen Zulassungsstelle. Die Nummern der Kennzeichen weisen keine Systematik auf, so dass das Schild keinerlei Rückschlüsse auf Standort oder Truppenzugehörigkeit zulässt. Fahrzeuge aus dem Bundeswehr-Fuhrpark-Service verfügen über eine andere Kennzeichnung. Sie sind mit den Anfangsbuchstaben SU – für den Rhein-Sieg-Kreis stehend –, den darauf folgenden Buchstaben BW und einer beliebig gewählten dreistelligen Zahl gekennzeichnet.