Vorläufige Deckung
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Vorläufige Deckung: Kfz-Zulassung ohne Vertrag

Die vorläufige Deckung wird bei der Zulassung eines Fahrzeuges verlangt, wenn noch kein Versicherungsvertrag vorliegt. Durch sie ist das Auto während der Übergangszeit bereits versichert. Dies umfasst jedoch nur die Haftpflicht.

Wenn ein Fahrzeughalter seinen Pkw zulässt, muss er mindestens eine vorläufige Deckung vorweisen. Zu diesen Zwecken wird bzw. wurde er vom Zulassungsamt gebeten, seine Versicherungsnummer oder früher seine Versicherungskarte (Doppelkarte) vorzulegen. Somit bescheinigt er, dass eine vorläufige Deckung vorliegt. Wenn Versicherungsanbieter ihren Versicherungsnehmern vorläufige Deckung gewährleisten, tun sie dies in den Fällen, wenn der Versicherungsnehmer unmittelbar nach Vertragsabschluss (meist am selben Tag) die Zulassung seines Autos vornimmt.

Welchen Zeitraum umfasst die vorläufige Deckung?

Der Begriff "vorläufige Deckung" wird verwendet, weil nach Vertragsabschluss mit der Versicherung üblicherweise einige Wochen vergehen, bevor die Angaben des Versicherungsnehmers entsprechend in den Datenbestand der Versicherungsfirma eingepflegt werden und ihm der Versicherungsschein zugesandt wird. So umfasst der Zeitraum, für den die vorläufige Deckung gilt, die Zeit zwischen den Tagen, an denen der Versicherungsnehmer eine Versicherungsmitgliedschaft beantragt und er seinen Versicherungsschein erhält.

Vorläufige Deckung umfasst nur die Haftpflicht

Rein rechtlich gesehen ist eine "vorläufige Deckung" ein Versicherungsvertrag, der nichts mit dem späteren Versicherungsschutz zu tun hat und an dem Tag ausläuft, an dem der Versicherungsschein in Kraft tritt. Üblicherweise umfasst die vorläufige Deckung daher nur die Haftpflichtversicherung, ohne die eine Teilnahme am Straßenverkehr nicht erlaubt wäre – und ohne die ein Kfz-Halter auch keine Kfz-Kennzeichen ausgehändigt bekäme. Hingegen enthält die vorläufige Deckung beispielsweise noch keinen Vollkaskoversicherungsschutz.