Verkehrssünderkartei
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Verkehrssünderkartei in Flensburg: Der Punkte-Katalog

Umgangssprachlich spricht man von Punkten in Flensburg - erfasst werden diese Punkte in der Verkehrssünderkartei im Verkehrszentralregister.

Im Verkehrszentralregister werden sämtliche Ordnungswidrigkeiten, Vergehen und Straftaten eines Verkehrsteilnehmers erfasst und festgehalten. Geführt wird das Verkehrszentralregister vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.

Was macht das Kraftfahrt-Bundesamt?

Das Kraftfahrt-Bundesamt ist eine deutsche Bundesbehörde, die für die Regelungen im Straßenverkehr zuständig ist. Es ist dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstellt. Der Hauptsitz liegt in Flensburg, allerdings gibt es noch eine Zweigstelle in Dresden, die aus dem ehemaligen Kraftfahrzeugtechnischen Amt der DDR hervorgegangen ist. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt nicht nur die Verkehrssünderdatei, es erteilt auch die Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeuge, ohne die ein Auto nicht für den Verkehr zugelassen ist. Für einzelne Fahrzeugteile muss ebenfalls die Genehmigung durch die Flensburger Behörde nachgewiesen werden.

Worauf stützt sich das Verkehrszentralregister?

Die Verkehrssünderkartei stützt sich auf dem Bußgeldkatalog. Je nach Art und Schwere des Vergehens bekommt der Verkehrsteilnehmer eine bestimmt Anzahl von Punkten. Bei einem Punktestand von 8 Punkten wird der Führerschein entzogen (Neuregelung ab Mai 2014). Wer sein Führerschein wieder zurück will, muss an einer MPU (Medizinisch-Psychologische-Untersuchung) teilnehmen. Die umgangssprachlich auch als "Idiotentest" bezeichnete Untersuchung prüft, ob man zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist.

Die Anfänge des Verkehrszentralregisters

Das Verkehrszentralregister geht auf das Jahr 1958 zurück. Der Bundesrat beschloss damals aufgrund des stark ansteigenden Verkehrs die Einführung der Kartei, allerdings in anderer Form als dies heute bekannt ist. Durch die ständige Weiterentwicklung der Technik ist auch das Abrufen von Informationen heute sehr viel einfacher als früher. Was heutzutage nur zweier Klicks bedarf, dauerte in den Anfängen der Kartei noch mehrere Stunden. Erst dann bekamen die anfragenden Polizisten durch das Verkehrszentralregister eine positive oder negative Auskunft.

Das Punktesystem im Verkehrszentralregister

Das Punktesystem im Verkehrszentralregister hat sich bis in die heutige Zeit bewährt, auch wenn für 2014 die Anzahl und die Verteilung der Punkte überarbeitet wurde. Wer nur hin und wieder einen Punkt in der Kartei sammelt und sich anschließend in den nächsten Jahren nichts zu Schulden kommen lässt, kann Punkte auf seinem Konto abbauen. Wer zu schnell Punkte sammelt und die Grenze erreicht oder überschreitet, muss seinen Führerschein abgeben und erst einmal Punkte abbauen, bevor ans Weiterfahren gedacht werden kann.