Umweltprämie
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Umweltprämie: Abwracken für den Neuwagen

Das Wort Umweltprämie war 2009 eines der Schlagworte des Jahres. Diese Prämie wurde von manchen Autohändlern liebevoll als Abwrackprämie bezeichnet, der Name ist im allgemeinen Sprachgebrauch sogar besser bekannt.

Mit der Umweltprämie wollte die Regierung in der Wirtschaftskrise den Autoherstellern und Händlern ein wenig aus der Talsohle helfen und zahlte jedem Fahrzeughalter, welcher sich ein neues und umweltfreundliches Fahrzeug kaufte, eine Prämie in Höhe von 2.500 Euro für seinen alten Wagen. Vor allem die Autoverwertungen sahen hier auch eine Gelegenheit für gut erhaltene Ersatzteile.

Großer Andrang auf die Umweltprämie

Die Abwrackprämie wurde bei einem Neukauf eines Fahrzeugs von den Autohändlern abgerechnet. Die gesamte Prämie wurde von der Regierung durch einen Teil des Sondervermögens ausgezahlt. Wer sich nicht gleich schlüssig war, musste ab März bei der zuständigen Behörde einen Antrag stellen, denn der Andrang auf die Abwrackprämie war bereits zu Beginn der Einführung ziemlich groß. Ende September 2009 mussten die Autohändler alle zu spät gekommenen möglichen Neukunden unterrichten, dass es keine Abwrackprämie mehr gab. Die von der Regierung zur Verfügung gestellte Summe war komplett ausgeschöpft, obwohl die gesamte Prämie von zunächst 1,8 Millionen Euro noch auf drei Millionen aufgestockt worden war.

Die Umweltprämie oder Abwrackprämie hatte für manche Autohändler einen Nachteil, denn ab dem Zeitpunkt der Einführung wurden in den Autohäusern fast keine Gebrauchtwagen mehr gekauft. Die Umweltprämie gilt heute als nicht wirklich gut überdachte Entscheidung.