Nachtsicht-Assistent
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Nachtsicht-Assistent: Bessere Sicht durch Infrarot

Ein Nachtsicht-Assistent ist ein optisches System, das die Sicht des Autofahrers im Dunkeln unterstützen und so die Sicherheit bei Nachtfahrten verbessern soll.

Das Besondere am Nachtfahrt-Assistenten ist, dass er dabei eine größere Sichtweite ermöglicht, ohne die Fahrbahn weiter ausleuchten zu müssen. Das ist möglich, weil das Gerät auf Infrarottechnik basiert und Lichtwellen nutzt, die im für Menschen nicht mehr sichtbaren Wellenbereich liegen. Andernfalls würde der Gegenverkehr zu stark geblendet. In 2005 wurde der Assistent erstmals serienmäßig in Autos eingebaut und kann seither als Sonder- oder Komfortausstattung erstanden werden.

Aktiver und passiver Nachtsicht-Assistent

Es gibt zwei verschiedene Systeme, die in einem Nachsicht-Assistenten zur Anwendung kommen können. Ein aktiver Assistent strahlt Infrarotwellen aus und fängt reflektierte Strahlen wieder ein, aus denen er dann ein Schwarz-Weiß-Bild der näheren Umgebung entwickeln kann. Dieses wird anschließend auf einem Armaturen-Display oder einem so genannten Head-up-Display dargestellt.

Ein passives Assistenz-System verfügt nicht über einen solchen Infrarot-Scheinwerfer. Seine infrarotempfindliche Kamera nimmt lediglich die von Objekten abgestrahlte natürliche Infrarotstrahlung auf und funktioniert daher ähnlich einer Wärmebildkamera. Lebewesen heben sich dann durch ihre Wärmedifferenz deutlich von ihrer Umgebung ab und können so vom System erkannt werden. Die Information wird ebenfalls als Schwarz-Weiß-Bild auf einem Display ausgegeben.

Moderne Nachtsicht-Assistenten verfügen sogar über die Möglichkeit der Personenerkennung. Das bedeutet, dass eine Person auf dem Display erkenntlich gemacht wird, die in der Dunkelheit nicht zu erkennen wäre, also sich außerhalb des Lichtkegels der Scheinwerfer befindet.