Haarwild
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Haarwild: Was gehört dazu? Welche Versicherung zahlt?

Der Begriff "Haarwild" wird in Paragraf 2 des Bundesjagdgesetzes definiert und umfasst jegliche Säugetiere, die dem Jagdrecht unterliegen. In Deutschland und Mitteleuropa existieren sehr viele Tierarten, die zum Haarwild gezählt werden.

Nicht selten kommt es zu Kollisionen zwischen Kraftfahrzeugen und Haarwild, vorrangig auf Waldstraßen und in der Dämmerung. Ein solcher Wildunfall unterliegt spezifischen Versicherungsregelungen, welche jedem Fahrzeugführer bekannt sein sollten. Ein Zusammenstoß wird normalerweise auch durch eine Teilkaskoversicherung gedeckt, doch dazu müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden.

Was ist überhaupt Haarwild?

Zunächst muss es sich tatsächlich um Haarwild handeln. Falls ein Kraftfahrzeug mit einer Kuh, Katze, einem Pferd oder Hund zusammenstößt, dann wird dies nicht durch die Teilkasko-Versicherung gedeckt. Hierbei handelt es sich nicht um Haarwild, sondern um domestizierte Nutz- und Haustiere. Sie fallen also nicht unter das Jagdrecht und somit ein entsprechender Schaden auch nicht unter die Bedingungen für die Teilkasko-Versicherung. Anders verhält es sich mit Dam- und Rotwild, Luchsen, Füchsen, Wildkaninchen, Mardern, Wildschweinen sowie Feld- und Schneehasen. Wenn ein Kraftfahrzeug mit diesen Tierarten kollidiert, dann wird der Schaden auch mit einer Teilkasko-Versicherung durch die Gesellschaft finanziert.

Wann bei einem Haarwild-Unfall die Vollkasko nötig ist

Die Vollkasko-Versicherung wird im Zusammenhang mit Haarwild benötigt, wenn der Fahrer beispielsweise beim Versuch, auszuweichen, gegen einen Baum oder in den Gegenverkehr fährt. Weiterhin springt nur diese Versicherung ein, wenn ein totes Tier auf ein stehendes Fahrzeug fällt. Wenn das Haarwild überlebt und davonläuft, ist eine entsprechende Bestätigung durch die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter einzuholen, dass es tatsächlich ein entsprechendes Tier war. Andernfalls kann die Versicherung die Zahlung verweigern.